Aktuelles

Mitte März hatte das LBA bekannt gegeben, dass alle, deren Zertifikate bis 31.07.2020 auslaufen unter gewissen Voraussetzungen bis zu vier Monate über das Ablaufdatum auffrischen dürfen.

Nun wurde diese Regelung nochmal verlängert: Alle bis 30.11.2020 auslaufenden Zertifikate dürfen unter den gleichen Bedingungen um vier Monate überzogen werden.

Quelle: Rundschreiben LBA 01.08.2020

Wichtiger Hinweis: 
Arbeitgeber sollen allerdings sicherstellen, dass ihre Arbeitnehmer eine anderweitige Schulung/Information erhalten, um die verlängerte Gültigkeit der verschiedenen Schulungselemente der Technischen Anweisungen für die sichere Beförderung gefährlicher Güter im Luftverkehr (ICAO Doc 9284), soweit anwendbar, auszugleichen. 

Versand von Proben mit Corona-Virus

13.03.2020

Der Versand von Proben mit Corona-Virus unterliegt der UN 3373 Biologischer Stoff, Kategorie B.

Die Weltgesundheitsbehörde WHO hat einen Leitfaden zum Versand von Proben herausgegeben. 

Der Link hierzu lautet:https://www.who.int/publications-detail/guidance-for-laboratories-shipping-specimens-to-who-reference-laboratories-that-provide-confirmatory-testing-for-covid-19-virus

Grundsätzlich gelten für den Versand aber immer die nationalen Vorschriften. Hierzu hat das Robert-Koch-Institut auch eine entsprechende Empfehlung herausgegeben:  https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Vorl_Testung_nCoV.html#doc13490982bodyText2

 

Übergangsfristen bei IATA-Schulungen

20.03.2020

Das Luftfahrtbundesamt hat zugestimmt, dass auf Grund der aktuellen Lage vorgeschriebene Verlängerungsschulungen der Personalkategorie-Zertifikate um bis zu 3 Monate verschoben werden dürfen. Die Zertifikate behalten in dieser Übergangszeit ihre Gültigkeit. 

Wer seine vorgeschriebene Verlängerungsschulung aus diesem Grund verschieben muss, hat die Schulung innerhalb der drei Monate durchzuführen. Die Zertifikate werden zum ursprünglichen Ablaufzeitraum verlängert. Über diese Verfahrensweise muss ein Vermerk erstellt werden, der dem Zertifikat beigefügt und in der Personalakte des Mitarbeiters abgelegt werden muss. 

Diese Regelung gilt nur in Deutschland.

 

ADR / M 384 / Coronavirus

die am 17.03.2020 verabschiedete M324 enthält eine Übergangsregelung für ADR-Fahrer und Gefahrgutbeauftragte auf Basis der aktuellen Lage in der EU und Deutschland. 

Alle Schulungsbescheinigungen, die zwischen dem 01.03.2020 und dem 01.11.2020 ablaufen, erhalten eine Gültigkeit bis zum 30.11.2020. Die betroffenen Fahrer müssen bis zum 01.12.2020 an einem Lehrgang mit entsprechender Prüfung erfolgreich teilgenommen haben und bekommen ihre Schulungsbescheinigung zum Ablaufdatum um 5 Jahre verlängert.

Für Gefahrgutbeauftragte gilt, dass sie bis zum 01.12.2020 erfolgreich ihre Prüfung abgelegt haben müssen.

 

Usbekistan tritt dem ADR bei

Mit Usbekistan hat das ADR nun 52 Vertragsparteien
Usbekistan ist am 24. Januar dieses Jahres beigetreten und das ADR gilt dort seit 24. Februar 2020. Mit diesem Binnenstaat in Zentralasien hat das ADR nun 52 Vertragsparteien.

Luftverkehr LBA

Information des LBA zum Vorliegen der Prüfzummenfassung für Lithium-Batterien

24.01.2020

Das Luftfahrtbundesamt hat in einer Information zusammengefasst, dass die Prüfzusammenfassung für Lithium-Batterien beim Versender vorliegen muss, damit dieser Sendungen anbieten darf.

In der deutschen Übersetzung der 6. Ausgabe des Handbuches Prüfungen und Kriterien, 1. Amendment ist ein Übersetzungsfehler enthalten: Dort ist für die Vorlae der Prüfzusammenfassung die Aussage enthalten, dass diese vorliegen "sollte". In der englischen Ausgabe des Handbuches Prüfungen und Kriterien wird das us-amerikanische Wort "shall" verwendet, dies ist wörtlich mit "muss" zu übersetzen.

 

IMDG-Code 39-18

Änderungen IMDG-Code 39-18 (Corrigendum)                       

24.01.2020

Es gibt ein umfangreiches Corrigendum (Dezember 2019) zum gerade in Kraft getretenen IMDG-Code 39-18.

Die wichtigste Änderung betrifft die Angabe der Trenngruppen in der Dokumentation:

"For substances, mixtures, solutions or preparations classified under N.O.S. entries not included in the segregation groups listed in 3.1.4.4. but beloging, in the opinion of the consignor, to one of these groups (see 3.1.4.2), the appropriate segregation group name or segregation group code (SGG) listend in 7.2.5.2 preceded by the phrase "IMDG code segregation group" shall be included in the transport document after the dangerous goods description." For example:

UN 1760 CORROSIVE LIQUID, N.O.S. (phosphoric acid, acetic acid) 8, III IMDG-Code segregation group 1 - Acids or

UN 1760 CORROSIVE LIQUID, N.O.S. (phosphoric acid, acetic acid) 8, III IMDG-Code segregation group SGG1

 

ADR

Umbenennung des ADR mit der Ausgabe 2021

Die Überschrift des ADR ändert sich zum 01.01.2021 mit der damit verbundenen Ausgabe in "Agreement concerning the international carriage of dangerous goods by road (ADR)" - Übereinkommen über die Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße.

Mit der Umbenennung sollen auch Staaten ermutigt werden, dem ADR beizutreten, die nicht dem Europäischen Wirtschaftsraum angehören.

 

Luftverkehr:

Apple hat wegen eines Akkudefekts bestimmte ältere MacBook Pro zurückgerufen. Es handelt sich um 15-Zoll-Geräte die zwischen 2015 und 2017 verkauft wurden. Diese dürfen ohne Austausch des Akkus nicht mit an Bord genommen werden. Die Sicherheitsanweisung ist von der Europäischen Flugsicherheitsbehörde (EASA) herausgegeben worden, in der steht das defekte Lithium Batterien nicht mit an Bord genommen werden dürfen.

 

 Bekannter Versender im Luftverkehr

Schon im Januar hat die Abteilung Luftsicherheit des Luftfahrtbundesamtes die folgenden Informationen veröffentlicht. Wir haben jedoch in den letzten Wochen mehrere Anfragen bekommen, die uns deutlich machen, dass das Wissen um die drastischen Auswirkungen für den Versand im Luftverkehr für Firmen, die nicht als bekannter Versender zugelassen sind, bei vielen Firmen noch nicht angekommen ist.

Schwarz-Alarm bei Sendungen mit Lithium-Batterien oder anderen gefährlichen Gütern wird ab 1. Juli 2019 zu einer Sichtkontrolle führen. Es sei denn Ihre Firma ist als bekannter Versender zugelassen. Sichtkontrolle bedeutet, dass die Versandstücke geöffnet werden müssen, um sicherzustellen, dass keine explosiven Stoffe mit verpackt wurden.

Hintergrund dazu ist die Verordnung zu Sonderkontrollverfahren der europäischen Union.

Für Sendungen, die bei der Luftsicherheitskontrolle Schwarzalarm auslösten, muss ein Sonderkontrollverfahren nach Ziffer 6.2.1.6 der DVO (EU) 2015/1998 durchgeführt werden.

Deutschland hatte hierfür erlaubt, dass Sprengstoffspurendetektoren (ETD-Geräte) verwendet wurden, um die Sendung durch „Wischtest“ an der Außenseite der Versandstücke zu sichern.

Im Rahmen einer verwaltungsinternen Überprüfung wurde nun festgestellt, dass diese Erleichterung mit dem sogenannten „Wischtest“ die Anforderungen für ein Sonderkontrollverfahren nach Ziffer 6.2.1.6 der DVO (EU) 2015/1998 nicht erfüllt.

Um einen reibungslosen Versand im Luftverkehr für Ihre Sendungen weiterhin sicherstellen zu können, bleibt Ihnen nur die Zulassung zum bekannten Versender. Denn für Sendungen von bekannten Versendern muss kein Sonderkontrollverfahren durchgeführt werden. Jedoch wird die Bearbeitung von Anträgen dazu voraussichtlich bis zu drei Monate in Anspruch nehmen.

Link zur Webseite des Luftfahrtbundesamtes dazu:

https://www.lba.de/DE/Luftsicherheit/BekannteVersender/BekannterVersender_node.html

 

Lithiumzellen und Batterien

ADR 2.2.9.1.7g) Hersteller und Vertreiber von Zellen oder Batterien, die nach dem 30. Juni 2003 hergestellt wurden, müssen die im Handbuch Prüfungen und Kriterien Teil III Unterabschnitt 38.3 Absatz 38.3.5 festgelegte Prüfzusammenfassung zur Verfügung stellen.

Emergency Action Code“-Liste aktualisiert

Spätestens ab 1. Juli 2019 gilt für Gefahrguttransporte im Vereinigten Königreich eine neue Liste der Notfallmaßnahmen (EAC), mit der Fahrzeuge zu kennzeichnen sind.

April 2019

Bei Gefahrguttransporten im Vereinigten Königreich ist der „Emergency Action Code“ (EAC) relevant, der Informationen zu Notfallmaßnahmen enthält. In Zusammenarbeit mit dem Innenministerium hat das National Chemical Emergency Centre (NCEC) vor Kurzem die 2019er-Fassung der EAC-Liste veröffentlicht, in welcher die Änderungen in ADR/RID 2019 berücksichtigt sind (u.a. die neuen UN-Nummern 3535 bis 3548 und modifizierte Anforderungen für Lithiumbatterien). Die aktualisierte Liste ist spätestens ab 1. Juli 2019 – nach Ende der allgemeinen Übergangsfrist in ADR/RID 2019 –anzuwenden.